{"id":328,"date":"2013-09-11T10:51:46","date_gmt":"2013-09-11T20:51:46","guid":{"rendered":"http:\/\/travellingcolognian.wordpress.com\/?p=328"},"modified":"2016-11-17T10:24:11","modified_gmt":"2016-11-17T20:24:11","slug":"visiting-the-summer-palace","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/visiting-the-summer-palace\/","title":{"rendered":"Besuch des Sommerpalastes"},"content":{"rendered":"<p><strong>Yiheyuan ist der chinesische Name<\/strong> des neuen Sommerpalastes, der im Dezember 1998 zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rt wurde und im Nordwesten Pekings liegt. Kaiserliche Pavillions gab es auf dem Areal bereits im 11. Jahrhundert, die heutige Anlage stammt jedoch aus dem 18. Jahrhundert und wurde unter der Herrschaft des Mandschu-Kaisers Qianlong errichtet. Der Sommerpalast wird dennoch haupts\u00e4chlich mit der Kaiserinwitwe Cixi in Verbindung gebracht, die das Reich der Mitte von 1861 bis zu ihrem Tod im Jahr 1902 regierte und die Palastanlagen 1888 sanieren lie\u00df, nachdem sie von ausl\u00e4ndischen Truppen gepl\u00fcndert worden waren. Sie ist auch f\u00fcr den Bau des Marmorschiffs verantwortlich, das sie mit dem Geld errichten lie\u00df, das urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Navy bestimmt war.<!--more--><\/p>\n<p>Nur ein paar hundert Meter \u00f6stlich des Yiheyuan liegen die Ruinen des Yuanmingyuan, des urspr\u00fcnglichen alten Sommerpalastes. Er wurde im fr\u00fchen 18. Jahrhundert auf Veranlassung des Qing-Kaisers Kangxi gebaut und wurde von den Europ\u00e4ern das chinesische Versailles genannt. Er war der gr\u00f6\u00dfte royale Parkkomplex der Welt mit etwa &#8222;200 Pavillions und Tempeln, die um verschiedene Seen und nat\u00fcrliche Quellen gruppiert waren.&#8220; 1860 wurde der gesamte Komplex im Zuge des zweiten <a title=\"Zweiter Opiumkrieg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zweiter_Opiumkrieg\" target=\"_blank\">Opiumkrieges<\/a> von franz\u00f6sischen und britischen Soldaten verw\u00fcstet, die zuvor im Auftrag des Kaisers Xianfeng eingekerkert und gefoltert worden waren. Versuche, die Anlage wieder aufzubauen, scheiterten aufgrund von Geldmangel.<\/p>\n<p>Die meisten Leute tendieren dazu, Yiheyuan, den neuen Sommerpalast zu besuchen, aber auch Yuanmingyuan, der alte Sommerpalast, ist ein beliebtes Ziel f\u00fcr die einheimischen Chinesen, insbesondere w\u00e4hrend der Wochenenden.<\/p>\n<p>Ich habe urspr\u00fcnglich geplant, mit der Metro bis zur Metrostation Beigongmen zu fahren und von dort bis zum Yiheyuan, dem neuen Sommerpalast, zu laufen, da es von dort nicht allzu weit sein soll, an der Rezeption sagt man mir jedoch, dass die Fahrt mit der Metro anderthalb Stunden, die Fahrt mit dem Taxi direkt zum Sommerpalast hingegen nur 40 Minuten dauern w\u00fcrde. Da es bereits sp\u00e4ter Vormittag ist und ich so schnell wie m\u00f6glich zum Sommerpalast m\u00f6chte, entscheide ich mich f\u00fcr das Taxi.<\/p>\n<p>Wie viele seiner Kollegen spricht mein Taxifahrer kein Wort Englisch und er f\u00e4hrt mit weit ge\u00f6ffneten Fenstern, obwohl es drau\u00dfen immer noch ziemlich kalt ist. Die Stra\u00dfen sind v\u00f6llig verstopft, obwohl Samstag ist, und statt 40 Minuten dauert die Fahrt fast anderthalb Stunden, genauso lange wie ich mit der Metro gebraucht h\u00e4tte. Schlie\u00dflich n\u00e4hern wir uns einer Gegend, in der viele Busse parken, Menschenmassen warten oder alle in dieselbe Richtung laufen. Ich zeige dem Taxifahrer einen Zettel mit dem Namen des Sommerpalastes in chinesischen Schriftzeichen, den der Hotel Concierge mir gegeben hat. &#8222;Yiheyuan?&#8220; frage ich. Der Taxifahrer sch\u00fcttelt den Kopf. Ich entschlie\u00dfe mich, dennoch aus dem Taxi auszusteigen. Die Gegend scheint nicht ganz falsch zu sein und, f\u00fcr den Fall, dass dies doch nicht der neue Sommerpalast sein sollte, ist es vermutlich einfacher, ein neues Taxi zu nehmen, statt zu versuchen, ihm zu erkl\u00e4ren, dass er mich zum richtigen Ort fahren soll.<\/p>\n<p>Ich frage eine Gruppe westlicher Touristen, ob dies Yiheyuan, der neue Sommerpalast, ist, was sie bejahen. Ich betrete die Anlage durch das Osttor. Vor mir liegt der Kunming-See, der fast dreiviertel der Fl\u00e4che der Anlage des Sommerpalastes bedeckt. Viele Leute fahren Tretboot auf dem See oder \u00fcberqueren die Siebzehn-Bogen Br\u00fccke, die 150 Meter lang und damit die l\u00e4ngste Br\u00fccke der Anlage ist und den Osten der Anlage und South Lake Island, auch Nanhu Island genannt, miteinander verbindet. In der Ferne kann ich den Yu Quan-H\u00fcgel mit der Yu Feng-Pagode sehen, was einen atemberaubenden Anblick bietet. Die meisten anderen Leute laufen durch den Wandelgang und erkunden die angrenzenden Tempel, bis sie das Marmorschiff erreichen. Ich entschlie\u00dfe mich, ein Drachenboot bis zum Marmorschiff zu nehmen und in die entgegengesetzte Richtung zu laufen.<\/p>\n<p>Das Marmorschiff ist 36 Meter lang und hat einen Bootsrumpf aus Steinplatten. Es ist wirklich beeindruckend und ich lasse mir Zeit f\u00fcr die Besichtigung. Danach esse ich eine Suppe zum Mittagessen in einem lokalen Restaurant, die besser ist als das Mittagessen, das ich gestern in einem Einheimischenrestaurant im Himmelstempel-Park hatte. Anschlie\u00dfend erkunde ich das Areal rund um das Marmorschiff, bevor ich den Wandelgang betrete, der am Fu\u00df des Longevity-H\u00fcgels entlangl\u00e4uft. Der Wandelgang ist 728 Meter lang und umfasst 14.000 Bilder, die auf die Decke gemalt sind. Er soll die l\u00e4ngste bemalte Galerie der Welt sein. Legenden zufolge soll jedes unverheiratete Paar, das den Wandelgang vom einen Ende bis zum anderen durchschreitet, hinterher verlobt sein. Menschen entspannen sich entlang des Wandelgangs, der an den Palastbauten und den pr\u00e4chtigen Geb\u00e4uden entlangf\u00fchrt. Von der Spitze des Pavillions des buddhistischen Wohlgeruchs hat man eine atemberaubende Aussicht \u00fcber die gesamte Anlage und den Kunming-See mit der Siebzehn-Bogen Br\u00fccke und der Skyline Pekings in der Ferne.<\/p>\n<p>Die Atmosph\u00e4re im Sommerpalast in der Nebensaison oder an Wochentagen, wenn sich hier nicht so viele Menschen tummeln, muss traumhaft, friedlich und idyllisch sein. Aber am heutigen Samstag ist die Anlage \u00fcberf\u00fcllt mit Touristen und Tourgruppen aus aller Herren L\u00e4nder, die man an den jeweiligen Nationalflaggen erkennen kann, die von den Reiseleitern hochgehalten werden. Die meisten von ihnen benutzen Lautsprecher und einige machen es sogar noch schlimmer und verwenden zus\u00e4tzlich noch einen Verst\u00e4rker. An einigen Stellen der Anlage, wo die Wege enger werden, dr\u00e4ngeln und schubsen die Leute und ich bin froh, als ich das Osttor erreiche, wo ich gestartet bin. Schlie\u00dflich \u00fcberquere ich die Siebzehn-Bogen Br\u00fccke und erkunde Nanhu Island, bevor ich zur\u00fcck zum Ausgang gehe. Dort treffe ich eine Gruppe von vier jungen westlichen Touristen, drei jungen Frauen und einem jungen Mann, die ich vorher schon in der Anlage gesehen habe. Wir kommen ins Gespr\u00e4ch, und da sie ebenfalls mit der Metro zur\u00fcck in die Stadt fahren wollen, beschlie\u00dfen wir zusammen zu fahren.<\/p>\n<p>Sie kommen aus Kanada. Der junge Mann und eine der jungen Frauen stammen aus Edmonton, Alberta, eine kommt aus Vancouver an der kanadischen Westk\u00fcste und die andere aus der Provinz Ontario im kanadischen Osten. F\u00fcr alle vier ist es ihr erster Aufenthalt in Asien. Sie sind am vergangenen Wochenende in Peking angekommen und sind sehr begeistert von der Stadt. Sie beabsichtigen, noch eine Zeitlang in Peking zu bleiben, anschlie\u00dfend will der junge Mann weiter nach Xian reisen und die drei jungen Frauen beabsichtigen, nach Shanghai zu fahren. Er plant, insgesamt vier Wochen in China zu bleiben, w\u00e4hrend die drei jungen Frauen sechs Wochen Zeit haben, um das Land zu entdecken.<\/p>\n<p>Wir betreten die Beijing Metro an der Station Beigongmen. Die Metro ist toll und sehr g\u00fcnstig. Eine Fahrt kostet nur zwei Yuan, ganz egal, ob man nur eine Station f\u00e4hrt oder ob man kreuz und quer durch Peking reist und dabei mehrmals die Bahn wechselt. Der junge Mann hat sich eine kostenlose Beijing Metro Map App auf sein Smartphone geladen, die fantastisch ist und das Fahren mit der Metro sehr viel einfacher macht, da sie eine Karte des gesamten Beijing Metro Systems bietet. In der Bahn sprechen wir \u00fcber unsere Pl\u00e4ne f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage. Als ich erw\u00e4hne, dass ich beabsichtige, eine Hutong-Tour zu machen &#8211; eine Tour durch die alten, urspr\u00fcnglichen chinesischen Stadtviertel -, erz\u00e4hlt der junge Mann, dass er ganz alleine eine Hutong-Tour gemacht hat. Er ist einfach in ein Hutong reingegangen und hat sich dort schon sehr bald verlaufen, fand das jedoch klasse, da er auf diese Weise eine sehr urspr\u00fcngliche Seite Pekings kennengelernt hat. Die anderen drei haben ihn nicht begleitet, aber eine von ihnen plant, eine organisierte Hutong-Tour zu machen. Als wir uns an der Station Xizhimen voneinander verabschieden, sagt sie zu mir: &#8222;Hab&#8216; eine tolle Zeit und verlaufe Dich nicht in einem Hutong!&#8220; Er erwidert: &#8222;Hab&#8216; eine tolle Zeit und verlaufe Dich in einem Hutong, weil das am meisten Spa\u00df mit sich bringt!&#8220;<\/p>\n<p>Nachdem ich in die Linie 5 umgestiegen bin, die mich zu meiner Endhaltestelle Puhuangyu bringt, sehe ich zwei Erwachsene, die ihre Pl\u00e4tze f\u00fcr drei Kinder freimachen, die etwa drei bis f\u00fcnf Jahre alt sind. Tats\u00e4chlich gibt es in der Bahn ein Schild, das die Fahrg\u00e4ste auffordert, ihre Sitze nicht nur f\u00fcr \u00e4ltere und behinderte Menschen, sondern auch f\u00fcr Kinder zu r\u00e4umen,\u00a0 Die drei Kinder sitzen direkt vor mir und gucken mich die ganze Zeit an. Pl\u00f6tzlich sagt eines von ihnen: &#8222;I like elephants!&#8220; und auch die anderen beiden stimmen mit ein und bekunden, was sie m\u00f6gen. Ich l\u00e4chele sie an und erz\u00e4hle ihnen, was ich toll finde. Als ich mich wieder umsehe, empf\u00e4ngt mich eine Welle des Wohlwollens. S\u00e4mtliche Umstehenden l\u00e4cheln mich an und als ich an der Station Puhuangyu aussteige, verabschieden sich viele von mir.<\/p>\n<p>An meiner Endhaltestelle verhandele ich mit einem der Fahrer der chinesischen Tuk Tuks \u00fcber den Preis, aber er ist nicht bereit, weniger als 10 Yuan f\u00fcr die Fahrt zu akzeptieren und das ist das Doppelte dessen, was ich gestern bezahlt habe. Da ich nur einen 100 Yuan-Schein im Portemonnaie habe, bin ich in einer denkbar schlechten Verhandlungsposition. Ich wende mich ab und will gerade wieder nach unten in die Metrostation gehen, um dort nach dem Weg zu fragen, als mich zwei Chinesen, eine Frau und ein Mann, ansprechen: &#8222;Are you looking for your hotel, Miss?&#8220; &#8222;Yes&#8220;, antworte ich und zeige ihnen die Visitenkarte des Hotels. &#8222;We could take you there&#8220;, bieten die beiden an. Unterwegs erz\u00e4hlen sie mir von ihrem Englischkurs und wollen, als ich ihnen sage, dass ich aus Deutschland komme, alles \u00fcber das Land wissen, was besonders sehenswert ist, wann die beste Reisezeit ist, wo man das beste Bier genie\u00dfen kann, wo die gro\u00dfe ber\u00fchmte Kathedrale steht etc. Scheinbar sind sie wirklich froh, ihr Englisch praktizieren zu k\u00f6nnen und sie bringen mich wirklich bis zu meinem Hotel. Jetzt kenne ich auch den Weg von der Metrostation zu meinem Hotel!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in meinem Hotelzimmer sichere ich meine Fotos, trinke einen Becher Tee und lade mir die Beijing Metro Map App auf mein Smartphone, bevor ich das Hotel erneut verlasse, um den Abend im Beijing Bookworm zu verbringen. Ich nehme mir wieder ein Taxi, da man mir an der Rezeption sagt, dass ich mehr als einmal die Metro wechseln m\u00fcsse, was mich verunsichert, da ich meiner Erinnerung zufolge nur einmal umsteigen muss. Dieses Mal erkenne ich die Gegend, in der sich der Beijing Bookworm befindet, bereits von der Hauptstra\u00dfe aus und sage dem Fahrer, dass er mich dort rauslassen soll und laufe die letzten paar Meter. Das Lokal ist wieder gut besucht, die G\u00e4ste sind haupts\u00e4chlich englisch sprechende Chinesen. Ich verbringe ein paar Stunden dort und genie\u00dfe den Abend. Bevor ich das Lokal verlasse, frage ich die Kellner, welches der beste und einfachste Weg ist, um zu meiner Metro-Endhaltestelle zu kommen und es stellt sich heraus, dass ich lediglich einmal umsteigen, jedoch zwei Stationen zur\u00fcckfahren muss, was jedoch der einfachste Weg ist. Auf diese Weise komme ich gut und sicher zur\u00fcck zu meinem Hotel.<\/p>\n<p><em>Alle Informationen \u00fcber den Sommerpalast basieren auf <em>Loose, Stefan (2009): China. Ostfildern;<em> <a title=\"Sommerpalast (Yiheyuan)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuer_Sommerpalast_%28Peking%29\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuer_Sommerpalast_%28Peking%29<\/a><\/em>;\u00a0<a title=\"Alter Sommerpalast (Yuanming Yuan)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yuanming_Yuan\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yuanming_Yuan<\/a>; <a title=\"New Summer Palace (Yiheyuan)\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Summer_Palace\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Summer_Palace<\/a>; <a title=\"Old Summer Palace (Yuanmingyuan)\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Yuanmingyuan\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Yuanmingyuan<\/a>; <a title=\"Kunming Lake Beijing\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kunming_Lake\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kunming_Lake<\/a><\/em> <\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_950\" style=\"width: 5194px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-950\" class=\"lazyload wp-image-950 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%275184%27%20height%3D%273456%27%20viewBox%3D%270%200%205184%203456%27%3E%3Crect%20width%3D%275184%27%20height%3D%273456%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6619.jpg\" alt=\"Seventeen-Arch bridge in the Summer Palace complex\" width=\"5184\" height=\"3456\" \/><p id=\"caption-attachment-950\" class=\"wp-caption-text\">The Seventeen-Arch bridge<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_955\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-955\" class=\"lazyload wp-image-955 size-full\" src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_66211-e1399334258409.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_66211-e1399334258409.jpg\" alt=\"Longevity Hill\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20viewBox%3D%270%200%20620%20413%27%3E%3Crect%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_66211-e1399334258409-300x199.jpg 300w, https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_66211-e1399334258409.jpg 620w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><p id=\"caption-attachment-955\" class=\"wp-caption-text\">Longevity Hill<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_956\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-956\" class=\"lazyload wp-image-956 size-full\" src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6632-e1399334338936.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6632-e1399334338936.jpg\" alt=\"Yu Quan Hill with the Yu Feng Pagoda\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20viewBox%3D%270%200%20620%20413%27%3E%3Crect%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6632-e1399334338936-300x199.jpg 300w, https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6632-e1399334338936.jpg 620w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><p id=\"caption-attachment-956\" class=\"wp-caption-text\">Kunming Lake with the Yu Quan Hill and the Yu Feng Pagoda in the background<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_957\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-957\" class=\"lazyload wp-image-957 size-full\" src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6652-e1399334394360.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6652-e1399334394360.jpg\" alt=\"Marble Boat\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20viewBox%3D%270%200%20620%20413%27%3E%3Crect%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6652-e1399334394360-300x199.jpg 300w, https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6652-e1399334394360.jpg 620w\" data-sizes=\"auto\" 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data-orig-src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6705-e1399334598195.jpg\" alt=\"The Pavillion of Buddhist Incense\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20viewBox%3D%270%200%20620%20413%27%3E%3Crect%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6705-e1399334598195-300x199.jpg 300w, https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6705-e1399334598195.jpg 620w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><p id=\"caption-attachment-960\" class=\"wp-caption-text\">The Pavillion of Buddhist Incense<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_961\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-961\" class=\"lazyload wp-image-961 size-full\" src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6750-e1399334654449.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6750-e1399334654449.jpg\" alt=\"The Long corridor\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20viewBox%3D%270%200%20620%20413%27%3E%3Crect%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6750-e1399334654449-300x199.jpg 300w, https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6750-e1399334654449.jpg 620w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><p id=\"caption-attachment-961\" class=\"wp-caption-text\">The Long corridor<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_962\" style=\"width: 423px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-962\" class=\"lazyload wp-image-962 size-full\" src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6756-e1399334705725.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6756-e1399334705725.jpg\" alt=\"Cranes are a symbol of luck\" width=\"413\" height=\"620\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27413%27%20height%3D%27620%27%20viewBox%3D%270%200%20413%20620%27%3E%3Crect%20width%3D%27413%27%20height%3D%27620%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6756-e1399334705725-199x300.jpg 199w, https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6756-e1399334705725.jpg 413w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 413px) 100vw, 413px\" \/><p id=\"caption-attachment-962\" class=\"wp-caption-text\">Cranes are a symbol of luck<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_963\" style=\"width: 630px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-963\" class=\"lazyload wp-image-963 size-full\" src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6761-e1399334795129.jpg\" data-orig-src=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6761-e1399334795129.jpg\" alt=\"Longevity Hill and Kunming Lake in the afternoon sun\" width=\"620\" height=\"413\" srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20viewBox%3D%270%200%20620%20413%27%3E%3Crect%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6761-e1399334795129-300x199.jpg 300w, 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srcset=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20viewBox%3D%270%200%20620%20413%27%3E%3Crect%20width%3D%27620%27%20height%3D%27413%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-srcset=\"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6768-e1399334851229-300x199.jpg 300w, https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_6768-e1399334851229.jpg 620w\" data-sizes=\"auto\" data-orig-sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><p id=\"caption-attachment-964\" class=\"wp-caption-text\">Kunming Lake, Yu Quan Hill with the Yu Feng Pagoda in the late afternoon<\/p><\/div>\n<p><strong>Yiheyuan ist der chinesische Name<\/strong> des neuen Sommerpalastes, der im Dezember 1998 zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rt wurde und im Nordwesten Pekings liegt. Kaiserliche Pavillions gab es auf dem Areal bereits im 11. Jahrhundert, die heutige Anlage stammt jedoch aus dem 18. Jahrhundert und wurde unter der Herrschaft des Mandschu-Kaisers Qianlong errichtet. Der Sommerpalast wird dennoch haupts\u00e4chlich mit der Kaiserinwitwe Cixi in Verbindung gebracht, die das Reich der Mitte von 1861 bis zu ihrem Tod im Jahr 1902 regierte und die Palastanlagen 1888 sanieren lie\u00df, nachdem sie von ausl\u00e4ndischen Truppen gepl\u00fcndert worden waren. Sie ist auch f\u00fcr den Bau des Marmorschiffs verantwortlich, das sie mit dem Geld errichten lie\u00df, das urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Navy bestimmt war.<\/p>\n<p>Nur ein paar hundert Meter \u00f6stlich des Yiheyuan liegen die Ruinen des Yuanmingyuan, des urspr\u00fcnglichen alten Sommerpalastes. Er wurde im fr\u00fchen 18. Jahrhundert auf Veranlassung des Qing-Kaisers Kangxi gebaut und wurde von den Europ\u00e4ern das chinesische Versailles genannt. Er war der gr\u00f6\u00dfte royale Parkkomplex der Welt mit etwa &#8222;200 Pavillions und Tempeln, die um verschiedene Seen und nat\u00fcrliche Quellen gruppiert waren.&#8220; 1860 wurde der gesamte Komplex im Zuge des zweiten <a title=\"Zweiter Opiumkrieg\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zweiter_Opiumkrieg\" target=\"_blank\">Opiumkrieges<\/a> von franz\u00f6sischen und britischen Soldaten verw\u00fcstet, die zuvor im Auftrag des Kaisers Xianfeng eingekerkert und gefoltert worden waren. Versuche, die Anlage wieder aufzubauen, scheiterten aufgrund von Geldmangel.<\/p>\n<p>Die meisten Leute tendieren dazu, Yiheyuan, den neuen Sommerpalast zu besuchen, aber auch Yuanmingyuan, der alte Sommerpalast, ist ein beliebtes Ziel f\u00fcr die einheimischen Chinesen, insbesondere w\u00e4hrend der Wochenenden.<\/p>\n<p>Ich habe urspr\u00fcnglich geplant, mit der Metro bis zur Metrostation Beigongmen zu fahren und von dort bis zum Yiheyuan, dem neuen Sommerpalast, zu laufen, da es von dort nicht allzu weit sein soll, an der Rezeption sagt man mir jedoch, dass die Fahrt mit der Metro anderthalb Stunden, die Fahrt mit dem Taxi direkt zum Sommerpalast hingegen nur 40 Minuten dauern w\u00fcrde. Da es bereits sp\u00e4ter Vormittag ist und ich so schnell wie m\u00f6glich zum Sommerpalast m\u00f6chte, entscheide ich mich f\u00fcr das Taxi.<\/p>\n<p>Wie viele seiner Kollegen spricht mein Taxifahrer kein Wort Englisch und er f\u00e4hrt mit weit ge\u00f6ffneten Fenstern, obwohl es drau\u00dfen immer noch ziemlich kalt ist. Die Stra\u00dfen sind v\u00f6llig verstopft, obwohl Samstag ist, und statt 40 Minuten dauert die Fahrt fast anderthalb Stunden, genauso lange wie ich mit der Metro gebraucht h\u00e4tte. Schlie\u00dflich n\u00e4hern wir uns einer Gegend, in der viele Busse parken, Menschenmassen warten oder alle in dieselbe Richtung laufen. Ich zeige dem Taxifahrer einen Zettel mit dem Namen des Sommerpalastes in chinesischen Schriftzeichen, den der Hotel Concierge mir gegeben hat. &#8222;Yiheyuan?&#8220; frage ich. Der Taxifahrer sch\u00fcttelt den Kopf. Ich entschlie\u00dfe mich, dennoch aus dem Taxi auszusteigen. Die Gegend scheint nicht ganz falsch zu sein und, f\u00fcr den Fall, dass dies doch nicht der neue Sommerpalast sein sollte, ist es vermutlich einfacher, ein neues Taxi zu nehmen, statt zu versuchen, ihm zu erkl\u00e4ren, dass er mich zum richtigen Ort fahren soll.<\/p>\n<p>Ich frage eine Gruppe westlicher Touristen, ob dies Yiheyuan, der neue Sommerpalast, ist, was sie bejahen. Ich betrete die Anlage durch das Osttor. Vor mir liegt der Kunming-See, der fast dreiviertel der Fl\u00e4che der Anlage des Sommerpalastes bedeckt. Viele Leute fahren Tretboot auf dem See oder \u00fcberqueren die Siebzehn-Bogen Br\u00fccke, die 150 Meter lang und damit die l\u00e4ngste Br\u00fccke der Anlage ist und den Osten der Anlage und South Lake Island, auch Nanhu Island genannt, miteinander verbindet. In der Ferne kann ich den Yu Quan-H\u00fcgel mit der Yu Feng-Pagode sehen, was einen atemberaubenden Anblick bietet. Die meisten anderen Leute laufen durch den Wandelgang und erkunden die angrenzenden Tempel, bis sie das Marmorschiff erreichen. Ich entschlie\u00dfe mich, ein Drachenboot bis zum Marmorschiff zu nehmen und in die entgegengesetzte Richtung zu laufen.<\/p>\n<p>Das Marmorschiff ist 36 Meter lang und hat einen Bootsrumpf aus Steinplatten. Es ist wirklich beeindruckend und ich lasse mir Zeit f\u00fcr die Besichtigung. Danach esse ich eine Suppe zum Mittagessen in einem lokalen Restaurant, die besser ist als das Mittagessen, das ich gestern in einem Einheimischenrestaurant im Himmelstempel-Park hatte. Anschlie\u00dfend erkunde ich das Areal rund um das Marmorschiff, bevor ich den Wandelgang betrete, der am Fu\u00df des Longevity-H\u00fcgels entlangl\u00e4uft. Der Wandelgang ist 728 Meter lang und umfasst 14.000 Bilder, die auf die Decke gemalt sind. Er soll die l\u00e4ngste bemalte Galerie der Welt sein. Legenden zufolge soll jedes unverheiratete Paar, das den Wandelgang vom einen Ende bis zum anderen durchschreitet, hinterher verlobt sein. Menschen entspannen sich entlang des Wandelgangs, der an den Palastbauten und den pr\u00e4chtigen Geb\u00e4uden entlangf\u00fchrt. Von der Spitze des Pavillions des buddhistischen Wohlgeruchs hat man eine atemberaubende Aussicht \u00fcber die gesamte Anlage und den Kunming-See mit der Siebzehn-Bogen Br\u00fccke und der Skyline Pekings in der Ferne.<\/p>\n<p>Die Atmosph\u00e4re im Sommerpalast in der Nebensaison oder an Wochentagen, wenn sich hier nicht so viele Menschen tummeln, muss traumhaft, friedlich und idyllisch sein. Aber am heutigen Samstag ist die Anlage \u00fcberf\u00fcllt mit Touristen und Tourgruppen aus aller Herren L\u00e4nder, die man an den jeweiligen Nationalflaggen erkennen kann, die von den Reiseleitern hochgehalten werden. Die meisten von ihnen benutzen Lautsprecher und einige machen es sogar noch schlimmer und verwenden zus\u00e4tzlich noch einen Verst\u00e4rker. An einigen Stellen der Anlage, wo die Wege enger werden, dr\u00e4ngeln und schubsen die Leute und ich bin froh, als ich das Osttor erreiche, wo ich gestartet bin. Schlie\u00dflich \u00fcberquere ich die Siebzehn-Bogen Br\u00fccke und erkunde Nanhu Island, bevor ich zur\u00fcck zum Ausgang gehe. Dort treffe ich eine Gruppe von vier jungen westlichen Touristen, drei jungen Frauen und einem jungen Mann, die ich vorher schon in der Anlage gesehen habe. Wir kommen ins Gespr\u00e4ch, und da sie ebenfalls mit der Metro zur\u00fcck in die Stadt fahren wollen, beschlie\u00dfen wir zusammen zu fahren.<\/p>\n<p>Sie kommen aus Kanada. Der junge Mann und eine der jungen Frauen stammen aus Edmonton, Alberta, eine kommt aus Vancouver an der kanadischen Westk\u00fcste und die andere aus der Provinz Ontario im kanadischen Osten. F\u00fcr alle vier ist es ihr erster Aufenthalt in Asien. Sie sind am vergangenen Wochenende in Peking angekommen und sind sehr begeistert von der Stadt. Sie beabsichtigen, noch eine Zeitlang in Peking zu bleiben, anschlie\u00dfend will der junge Mann weiter nach Xian reisen und die drei jungen Frauen beabsichtigen, nach Shanghai zu fahren. Er plant, insgesamt vier Wochen in China zu bleiben, w\u00e4hrend die drei jungen Frauen sechs Wochen Zeit haben, um das Land zu entdecken.<\/p>\n<p>Wir betreten die Beijing Metro an der Station Beigongmen. Die Metro ist toll und sehr g\u00fcnstig. Eine Fahrt kostet nur zwei Yuan, ganz egal, ob man nur eine Station f\u00e4hrt oder ob man kreuz und quer durch Peking reist und dabei mehrmals die Bahn wechselt. Der junge Mann hat sich eine kostenlose Beijing Metro Map App auf sein Smartphone geladen, die fantastisch ist und das Fahren mit der Metro sehr viel einfacher macht, da sie eine Karte des gesamten Beijing Metro Systems bietet. In der Bahn sprechen wir \u00fcber unsere Pl\u00e4ne f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage. Als ich erw\u00e4hne, dass ich beabsichtige, eine Hutong-Tour zu machen &#8211; eine Tour durch die alten, urspr\u00fcnglichen chinesischen Stadtviertel -, erz\u00e4hlt der junge Mann, dass er ganz alleine eine Hutong-Tour gemacht hat. Er ist einfach in ein Hutong reingegangen und hat sich dort schon sehr bald verlaufen, fand das jedoch klasse, da er auf diese Weise eine sehr urspr\u00fcngliche Seite Pekings kennengelernt hat. Die anderen drei haben ihn nicht begleitet, aber eine von ihnen plant, eine organisierte Hutong-Tour zu machen. Als wir uns an der Station Xizhimen voneinander verabschieden, sagt sie zu mir: &#8222;Hab&#8216; eine tolle Zeit und verlaufe Dich nicht in einem Hutong!&#8220; Er erwidert: &#8222;Hab&#8216; eine tolle Zeit und verlaufe Dich in einem Hutong, weil das am meisten Spa\u00df mit sich bringt!&#8220;<\/p>\n<p>Nachdem ich in die Linie 5 umgestiegen bin, die mich zu meiner Endhaltestelle Puhuangyu bringt, sehe ich zwei Erwachsene, die ihre Pl\u00e4tze f\u00fcr drei Kinder freimachen, die etwa drei bis f\u00fcnf Jahre alt sind. Tats\u00e4chlich gibt es in der Bahn ein Schild, das die Fahrg\u00e4ste auffordert, ihre Sitze nicht nur f\u00fcr \u00e4ltere und behinderte Menschen, sondern auch f\u00fcr Kinder zu r\u00e4umen,\u00a0 Die drei Kinder sitzen direkt vor mir und gucken mich die ganze Zeit an. Pl\u00f6tzlich sagt eines von ihnen: &#8222;I like elephants!&#8220; und auch die anderen beiden stimmen mit ein und bekunden, was sie m\u00f6gen. Ich l\u00e4chele sie an und erz\u00e4hle ihnen, was ich toll finde. Als ich mich wieder umsehe, empf\u00e4ngt mich eine Welle des Wohlwollens. S\u00e4mtliche Umstehenden l\u00e4cheln mich an und als ich an der Station Puhuangyu aussteige, verabschieden sich viele von mir.<\/p>\n<p>An meiner Endhaltestelle verhandele ich mit einem der Fahrer der chinesischen Tuk Tuks \u00fcber den Preis, aber er ist nicht bereit, weniger als 10 Yuan f\u00fcr die Fahrt zu akzeptieren und das ist das Doppelte dessen, was ich gestern bezahlt habe. Da ich nur einen 100 Yuan-Schein im Portemonnaie habe, bin ich in einer denkbar schlechten Verhandlungsposition. Ich wende mich ab und will gerade wieder nach unten in die Metrostation gehen, um dort nach dem Weg zu fragen, als mich zwei Chinesen, eine Frau und ein Mann, ansprechen: &#8222;Are you looking for your hotel, Miss?&#8220; &#8222;Yes&#8220;, antworte ich und zeige ihnen die Visitenkarte des Hotels. &#8222;We could take you there&#8220;, bieten die beiden an. Unterwegs erz\u00e4hlen sie mir von ihrem Englischkurs und wollen, als ich ihnen sage, dass ich aus Deutschland komme, alles \u00fcber das Land wissen, was besonders sehenswert ist, wann die beste Reisezeit ist, wo man das beste Bier genie\u00dfen kann, wo die gro\u00dfe ber\u00fchmte Kathedrale steht etc. Scheinbar sind sie wirklich froh, ihr Englisch praktizieren zu k\u00f6nnen und sie bringen mich wirklich bis zu meinem Hotel. Jetzt kenne ich auch den Weg von der Metrostation zu meinem Hotel!<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in meinem Hotelzimmer sichere ich meine Fotos, trinke einen Becher Tee und lade mir die Beijing Metro Map App auf mein Smartphone, bevor ich das Hotel erneut verlasse, um den Abend im Beijing Bookworm zu verbringen. Ich nehme mir wieder ein Taxi, da man mir an der Rezeption sagt, dass ich mehr als einmal die Metro wechseln m\u00fcsse, was mich verunsichert, da ich meiner Erinnerung zufolge nur einmal umsteigen muss. Dieses Mal erkenne ich die Gegend, in der sich der Beijing Bookworm befindet, bereits von der Hauptstra\u00dfe aus und sage dem Fahrer, dass er mich dort rauslassen soll und laufe die letzten paar Meter. Das Lokal ist wieder gut besucht, die G\u00e4ste sind haupts\u00e4chlich englisch sprechende Chinesen. Ich verbringe ein paar Stunden dort und genie\u00dfe den Abend. Bevor ich das Lokal verlasse, frage ich die Kellner, welches der beste und einfachste Weg ist, um zu meiner Metro-Endhaltestelle zu kommen und es stellt sich heraus, dass ich lediglich einmal umsteigen, jedoch zwei Stationen zur\u00fcckfahren muss, was jedoch der einfachste Weg ist. Auf diese Weise komme ich gut und sicher zur\u00fcck zu meinem Hotel.<\/p>\n<p><em>Alle Informationen \u00fcber den Sommerpalast basieren auf <em>Loose, Stefan (2009): China. Ostfildern;<em> <a title=\"Sommerpalast (Yiheyuan)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuer_Sommerpalast_%28Peking%29\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuer_Sommerpalast_%28Peking%29<\/a><\/em>;\u00a0<a title=\"Alter Sommerpalast (Yuanming Yuan)\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yuanming_Yuan\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Yuanming_Yuan<\/a>; <a title=\"New Summer Palace (Yiheyuan)\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Summer_Palace\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Summer_Palace<\/a>; <a title=\"Old Summer Palace (Yuanmingyuan)\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Yuanmingyuan\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Yuanmingyuan<\/a>; <a title=\"Kunming Lake Beijing\" href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kunming_Lake\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Kunming_Lake<\/a><\/em> <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Yiheyuan ist der chinesische Name des neuen Sommerpalastes, der im  [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":955,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":true,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[2,5,1076,1305,1085,1087,1135,1328],"tags":[33,64,76,84,92,129,146,162,169,170,176,183,188,218,226,229,259,282,286,287,289],"class_list":["post-328","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-asien","category-china","category-ost-asien","category-peking","category-reisearten","category-reiseberichte","category-unesco-welterbe","category-ziele","tag-beijing","tag-clear-and-peaceful-boat","tag-dragon-boat","tag-east-palace-gate","tag-empress-dowager-cixi","tag-imperial-pavillions","tag-kunming-lake","tag-long-corridor","tag-mandschu-emperor-qianlong","tag-marble-boat","tag-middle-kingdom","tag-nanhu-island","tag-opium-war","tag-seventeen-arch-bridge","tag-south-lake-island","tag-summer-palace","tag-unesco-world-heritage","tag-yiheyuan","tag-yu-feng-pagoda","tag-yu-quan-hill","tag-yuanmingyuan"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/travellingcolognian.com\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/img_66211-e1399334258409.jpg","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4eJSP-5i","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=328"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2984,"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328\/revisions\/2984"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/955"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=328"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=328"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/travellingcolognian.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=328"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}